Vorbereitungen der Landesregierung für den Rechtsanspruch auf Ganztag in den Grundschulen laufen schleppend.   

 

Zum Beginn des neuen Schuljahrs fordert die SPD einen zügigen Ausbau von Ganztagsangeboten an den Grundschulen im Land. Hessen habe hier einen ganz erheblichen Nachholbedarf, weil die Landesregierung aus CDU und Grünen das Thema nur schleppend angehe, sagte Birgit Hahn als Vorsitzende des Ortsverein SPD Usingen 

"Im Herbst vergangenen Jahres ist das Ganztagsförderungsgesetz in Kraft getreten, das allen Kindern und ihren Eltern stufenweise einen Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung in der Grundschule gewährt: Ab dem Schuljahr 2026/27 für die Erstklässler und ab 2029/30 für alle Grundschülerinnen und Grundschüler. Das beste Gesetz nützt aber nichts, wenn die Landesregierung in Hessen nicht sicherstellt, dass der gesetzliche Anspruch auf die Ganztagsbetreuung auch erfüllt werden kann", erklärte Birgit Hahn, „In ganz Hessen werden bis zu 4.100 zusätzliche Vollzeitstellen benötigt, um ab 2026 die ganztägige Förderung in den Grundschulen sicherzustellen. Aber diese zusätzlichen Kräfte sind nicht in Sicht, weil es in Hessen nicht genug Studien- und Ausbildungsplätze gibt.“. 

Sie kritisierte, dass die Landesregierung bisher keinen verlässlichen Plan für den Ausbau der Ganztagsschulen vorgelegt habe: "Die Schulen wissen nicht, mit welchem zusätzlichen Aufwand sie tatsächlich rechnen müssen, die Kommunen wissen nicht, welche zusätzlichen Schulbauten sie errichten müssen, und die Eltern wissen nicht, ob der Ganztag in der Grundschule tatsächlich Wirklichkeit wird, wenn ihre Kinder ab 2026 eingeschult werden", so die Vorsitzende. „ Der Rechtsanspruch dürfe nicht nur auf dem Papier stehen. Er müsse über allen in Hessen erfüllt werden.” 

Bisher fielen viele Familien beim Übergang vom ganztägigen Kindergarten in die nur halbtägige Grundschule in eine Betreuungslücke, die es schwermache, nach der Einschulung Familie und Beruf noch zu vereinbaren. „Der ‚Ganztag’ in der Grundschule ist deswegen ein elementarer Beitrag zu Chancengleichheit in der Bildung. Auch deswegen fordern wir vom Land klare Zusagen für unsere Schulen mit Blick auf die Personalausstattung und auf den Bau von neuen Schulgebäuden. Es ist erschütternd, wie dickfellig CDU und Grüne in der Landesregierung bei diesem Thema agieren und die Verantwortung für den Ausbau von abschieben anstatt zu handeln", sagte Birgit Hahn. 

 

Der Kita- und Schulstart wird durch den Ortsverein SPD Usingen am 5. September an der Helmut-Schmidt-Schule in Usingen und am 6. September an der Buchfinkenschule in Eschbach durch einen Infostand  begleitet. Hessenweit nehmen viele Ortsvereine an der traditionellen Aktion der SPD Hessen teil. "Wir wollen den Kindern mit einem kleinen Geschenk in das neue Kita- und Schuljahr begrüßen. Gleichzeitig können wir so Eltern von unserem Bildungskonzept überzeugen", erläutert die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Usingen. 

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