Das Fazit aus dem letzten Stadtgespräch der Usinger SPD lautet, mehr Einsatz für Kinder und für berufstätige Eltern ist nötig. „Durchleuchtet wurden gleich zu Beginn die verschiedenen Spielplätze, die sich in sehr unterschiedlichen Zuständen befinden. Keiner bietet ein Angebot für alle Kinder“, berichtet die stellvertretende SPD-Vorsitzende Leonie Theuerkauf aus den Erfahrungen der Gäste.

Am meisten fehlen sichere Spielbereiche für die ganz Kleinen, da wünschten sich die Eltern umzäunte Sandkisten mit Schaukeltieren und anderen Angebote für Kleinkinder. Besonders für Familien mit mehreren Kindern in gestaffeltem Alter sei es schwierig längere Zeit auf einem Platz beschäftigt zu sein, irgendwer sei entweder über- oder unterfordert. Manche Spielplätze seien gut ausgestattet und recht gepflegt, an anderen falle die Verwahrlosung immer deutlicher auf.

Vermisst werde ein Indoorspielplatz wie er in anderen Orten des Nachbarkreises Wetterau zu finden sei, ein Familiencafé als Treffpunkt oder ähnliches wurde als Anregung genannt.
Kritik gab es von Eltern, die bekanntgeben mussten, in welcher Form sie nach der Elternzeit beruflich wieder einsteigen können. Arbeitsrechtlich ist das spätestens sieben Wochen vor Beendigung anzugeben, jedoch lag bei den meisten dann noch keine Zusage über einen Betreuungsplatz vor. In anderen Kommunen sei das kein Problem, wurde bekannt. Ebenso schwierig sei es dann noch rechtzeitig einen der wenigen geförderten Plätze bei Tagesmüttern zu ergattern. Usingen hat lediglich 10 geförderte Tagesmutterplätze für Notfälle. „Wenn das nicht ausreicht, sollten das Tagesmuttermodell dringend überarbeitet und ergänzt oder erweitert werden“, stellte Helga Lotz als Mitglied im Ausschuss für Soziales fest.

Ebenfalls kritische Anmerkungen gab es zur Anmeldung für die Betreuungszentren an den Grundschulen. Sieben Monate vor Schuljahresbeginn muss dort bereits angegeben werden, an welchen Tagen zu welchen Uhrzeiten ein Platz benötigt wird. In vielen Fällen sei eine solche konkrete Angabe noch gar nicht möglich, besonders wenn ein Arbeitsplatzwechsel, ein Neustart oder Schichtbetrieb eine verlässliche Aussage nicht zulässt.

Wieder ergaben die Erfahrungsberichte einige Baustellen, um die sich die SPD in der nächsten Legislaturperiode kümmern wird.

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