Michael + Birgit Hahn, Jana Schnierle, Gudrun und Walter Walle

Sonntagvormittag um 11:00 Uhr startete eine Gruppe von Kransberger Bürger*innen mit einer Sammlung von Themen und Problemfeldern in ihrem Stadtteil. Die SPD hatte mit einer Hauswurfsendung eingeladen, um zu erfahren, was den Kransbergern am Herzen liegt und welche möglichen Lösungen denkbar sind. „Bereits im Frühjahr war dieser Workshop geplant gewesen, leider konnte er wegen der akuten Corona-Krise nicht durchgeführt werden“, erläuterte SPD-Vorsitzende Birgit Hahn. So stand er für diesen Augustsonntag auf der Agenda. Dass dies der richtige Zeitpunkt war, habe die letzte Ortsbeiratssitzung gezeigt, denn dort sei von den Gästen der Wunsch nach einer funktionierenden Dorfgemeinschaft mehrfach thematisiert worden.

Unter den erforderlichen Hygienebestimmungen konnten sich die 15 Teilnehmenden an vier Tischen ausbreiten, in zwei Fragerunden die Kransberger Problemzonen benennen, bewerten. Schnell waren die vorbereiteten Tischdecken vollgeschrieben. Der seit Aufstellung der Mautstationen an den Bundesstraßen gestiegene überörtliche LKW-Verkehr, schlechtes Internet, fehlende Radwegverbindungen Einkaufsmöglichkeiten und Treffpunkt waren nur einige Themen. Zielvorstellungen wurden diskutiert und formuliert wie sichere verkehrliche Situation für alle, starker Tourismus, gute Kommunikation in einer starken Dorfgemeinschaft generationenübergreifend ebenso wie zukunftsfähige Feuerwehr. Im dritten Schritt gelang es zu vielen umsetzbaren Lösungen zu kommen. Nach gut zwei Stunden konnte die Versammlung auf drei volle Pinnwände mit ausformulierten Vorschlägen blicken, die alle mit Beifall aufgenommen wurden. Einfache und komplexe Vorstellungen wechselten sich ab, darunter der Neubau eines ausreichenden und funktionelleren Feuerwehrgerätehauses am Schwenkeweiher, dafür die Umgestaltung des alten Gebäudes in ein Blockheizkraftwerk für die Nahwärmenutzung, verkehrsberuhigte Ortseingänge, ausgebaute Anbindung des Kurbergs über Finsternthal, Mitfahrbänke, geeigneter kommunikativer Treffpunkt für eine intakte Dorfgemeinschaft – um nur einige zu nennen.

„Den Teilnehmenden war es durchaus bewusst, dass einige der Vorstellungen recht utopisch anmuten, auch, dass eine rege Beteiligung an Dorfgeschehen notwendig ist, um Dinge mit Nachdruck auf den Weg zu bringen“, berichtete Hahn. Die Kompetenz der Gäste zeigte sich auch im Wissen um Fördermöglichkeiten und so sei eine Bewerbung an der nächsten Ausschreibung des hessischen Landesprogramms „Unser Dorf hat Zukunft“ wünschenswert. Die SPD werde sich mit den ausgearbeiteten Forderungen befassen, sie in ihr kommendes Wahlprogramm aufnehmen und die Kransberger Bürgerschaft bei der Umsetzung unterstützen, versprach die Vorsitzende der Usinger SPD.

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