SPD besichtigt das Unternehmen Jarltech

Vom kleinen Ein-Mann-Betrieb zu einem weltweit agierenden Unternehmen – so stellte sich das Unternehmen Jarltech den Mitgliedern der SPD-Fraktion und des Ortsvereinsvorstandes vor. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit sind Barcodesysteme. Allerdings befasst sich die Firma ausschließlich mit dem Vertrieb von Artikeln aus dieser Sparte, produziert wird nicht. Auch Entwicklungen im Programmierbereich finden lediglich für den Eigengebrauch statt. SPD-Fraktionsvorsitzender Bernhard Müller interessierte sich besonders für die zu leistende Logistik des Vertriebsunternehmens, denn für alle Mitarbeiter sichtbar sind Bildschirme über offene Lieferaufträge, den bereits erreichten Umsatz des Tages und

 

weitere Informationen zur rechtzeitigen Bereitstellung der Bestellungen. In den riesigen Hallen lagern die Produkte, wie Kassensysteme, Scanner unterschiedlicher Größe und Art, ebenso Drucker und vieles andere, was für den Einsatz von Barcodesystemen in den verschiedensten Einsatzbereichen notwendig ist. Stadtrat Michael Hahn sprach Fragen rund um die Personalsituation an. Weltweit sind 260 Mitarbeiter*innen tätig, in Usingen 170. Firmengründer und Chef Ulrich Spranger: „Wir machen alles selbst und halten nicht viel von Outsourcing. Das spart uns Kosten.“ Die Geschäftsbereiche Einkauf, Vertrieb und Marketing konnten ebenso von den Sozialdemokraten in Augenschein genommen werden wie das riesige Hochregallager, in dem Produkte im Wert von 50 – 60 Mio. Euro eingelagert sind, um Kundenbestellungen schnellstmöglich abwickeln zu können.

Um sich weiter zu entwickeln ist es notwendig rechtzeitig zukünftige Anforderungen der Märkte vorherzusehen und Produktentwicklungen aufzuspüren,  die für Kunden weltweit interessant und nutzbar sind.

Spranger beschrieb die von staatlicher Seite auf Unternehmen einprasselnden Regulierungen, die zum Teil unverständlich, realitätsfern und erschwerend seien. Beispielhaft  nannte er die unterschiedliche Handhabung der Freihäfen Hamburg und Bremen, der eine wird als Ausland, der andere als Inland gesehen und damit unterschiedlich in der steuerlichen Bewertung. Viele Auflagen seien europäischer Herkunft, würden allerdings überwiegend in Deutschland umgesetzt, so Spranger. Dadurch ergäben sich regelmäßig Wettbewerbsnachteile im Vergleich zu anderen Ländern wie Portugal oder auch den Niederlanden.

Auf Nachfrage von Brigitte Klimm und  Birgit Hahn vom SPD-Vorstand erzählte Spranger, dass er rein zufällig auf das Metier Barcode und dessen Vertrieb gestoßen sei. Als 16-Jähriger habe er neben der Schule bei einem Großhändler gearbeitet und festgestellt, dass der zwar Scanner verkaufte, aber das Potential hinter dieser Technik nicht gesehen habe. Also nahm er diese Idee mit, kontaktierte die Herstellerfirma in Taiwan und schloss mit denen einen Liefervertrag. So gründete Spranger mit 16 Jahren das Unternehmen Jarltech, das er gegenüber seiner Schule in einem Büro Schritt für Schritt entwickelte. So machte er schon das Abitur, aber einen Beruf habe er nie erlernt, so Spranger am Ende des von ihm geführten Firmenrundganges.

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